|
Amerikas seltenste, aber feinste Pferderasse
Entstanden aus der Kreuzung von Morgan Horse, Araber, Saddlebred und Tennessee Walker wollte man ursprünglich ein
Gebrauchs- als auch ein Rennpferd züchten.
Der einzigartige Foxtrott war die Folge, wobei das Pferd vorne einen flachen, weitausgreifenden Schritt macht während es mit
der Hinterhand trabt und die Beine sehr locker über die Spur der Vorderbeine hinwegschleift.
Durch diese ungewöhnliche Bewegung reduziert sich die Erschütterung in den unteren Gliedmaßen, der Reiter spürt im
Sattel so gut wie nichts von der schnellen Fortbewegung, man “gleitet” ruhig voran, obwohl das Pferd leicht bis zu 15 Stunden- kilometer schnell, vor allem im Foxtrott aber sehr lange Strecken durchhalten kann.
Der kurze Rücken der Missouri Foxtrotter beugt Schmerzen und Verspannungen, welche bei langen Wanderritten entstehen
können, vor. Der Foxtrott selbst führt dazu, dass auch Menschen mit nicht so “stabilen” Wirbelsäulen und Bandscheiben das Ausreiten bequem genießen können, da das übliche Auf und Ab kaum vorkommt.
Die MFTHBA (Missouri Fox Trotting Horse Breed Association in Ava/Missouri), bei welcher wir auch Mitglied sind, verbietet
jegliche Manipulation an diesen wunderbaren Pferden mit bis zu 5 Gängen.
Die Missouri Foxtrotter sind bekannt dafür eine extrem ausgeglichene Rasse zu sein. In Amerika werden sie auch gerne
der stärksten Belastung bei der Ranch-Arbeit mit Rindern gebraucht. Vor allem aber stehen sie meistens im “Dienste des Staates” als Trailhorses der Park- und Forest-Ranger, weil sie
sehr zuverlässig, trittsicher und wendig im Gelände als auch hervorragend für lange Strecken geeignet sind, welche der Reiter bequem zurücklegen kann.
Die Rasse kam Anfang der 90iger Jahre nach Europa, wobei sie immer noch zu den Raritäten zählt, weil sich die Foxtrott-Gänge
nicht mit den anderen Gangpferd-Arten vergleichen lässt. Nicht jeder kauft sich gleich einen “Cadillac”.
|